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Cowboys. And Aliens.

Gestern Abend war mal wieder einer der spärlich gesäten “Paarabend"e - also Abende, in denen die Frau und ich beschließen, den Babysitter auch etwas von unseren Kindern zu gönnen, und ein paar Stunden in trauter Zweisamkeit verbringen.

Wir entschlossen uns, ins Kino zu gehen. In “Cowboys & Aliens”. Einer der Filme, auf die ich mich schon seit einigen Monaten freue. Nicht, weil die Story gut klang - die lese ich bei Filmen, auf die ich mich freue einfach grundsätzlich nicht. Nein, der Film hatte mich aufgrund seines cheesy Titels.
Um es vorweg zu nehmen: Wir hatten Spaß. Unheimlichen. Und zwei fette Zusammen-Zuck-Schrecksekunden auch. Wirklich schick. Der Film ist toll. Mal abgesehen von den Logiklöchern - die es beim Drehbuch-Duo Kurtzman und Orici (diesmal auch dabei: Lindelof) immer inklusive zu geben scheint -, abgesehen von den Logik-Löchern also - in denen so eine kleine Westernstadt wie Absolution mühelos versinken könnte -, abgesehen von den Logiklöchern - die man einfach ignorieren muss -, ist dieser SciFi-Western wirklich fabulöse Unterhaltung. Ich meine: Ford als schnottrig alter Cowboy, Craig als cooler Westernheld, und Aliens. Was will man mehr? Tolles Setting, tolle Aliens, tolles Design, tolle Regie. Alles richtig gemacht, für PopCorn-Kino. Hat mir zumindest mehr Spaß gemacht als bspw. Transformers.
Also: Empfehlenswert. Muss man nicht im Kino schauen, reicht auch der kleine Beamer. Aber ist in meinen Augen prima Unterhaltung. Wenn man die Logiklöcher ignorieren kann. Mit der Logik scheinen es Kurtzman und Orici einfach nicht so zu haben. Aber he, kann nicht jeder Scripts schreiben, die lustig *und* logisch sind. Ich meine: Star Trek (2009) war jetzt vom Konstrukt her auch keine Brücke auf der ich eine 800 Meter tiefe Schlucht voller Apachen überwinden will. Aber was soll’s der Film ist trotzdem toll. Wie soll es auch anders sein? Ich meine, Cowboys! Und Aliens!

Ich möchte mich übrigens noch bei den Besuchern um unseren Sitz herum entschuldigen. Die Frau und ich haben glaube ich viel Gekichert und blöde Witze gemacht. Was soll’s ;)

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Mach’s gut, weißes Plastik-MacBook!

Du warst im Juli 2006 mein erster Kontakt zu Apple. Mit Dir reiste ich eine lange Zeit, experimentierte, bloggte und ließ mich begeistern. Du tust noch heute Deinen Dienst bei einem jungen, verwandten Bundeswehrrekruten. Du warst nicht perfekt, splittertest nach einiger Zeit an den Rändern der Handauflage und verfärbtest dein strahlendes Weiß an der Tastatur irgendwann zu einem - lass uns ehrlich sein, wenig schmeichelhaften - Elfenbeinweiß. Aber Du bist der Commander Peter Taggart unter den Notebooks: “Niemals Aufgeben, Niemals kapitulieren!” Deine vorangegangenen Windows-Kollegen hatten fünf Jahre nach dem Kauf nicht nur schon lange aufgegeben, sondern waren längst vergessen. Du bist bis heute stur, hängst am Dasein und summst kaum wahrnehmbar vor Dich hin. Du tust, was getan werden muss. Du tust, was man von Dir verlangt: Funktionieren. 

Dein rundlicher direkter Nachfolger, der irgendwann bei uns einzog, sorgt hier ebenfalls noch für für Freude. Auch wenn sein Besitzer (meine Frau, Du erinnerst Dich an sie?) meint, es sei störend, dass sich der Apfel von der Front-Seite deutlich auf dem Bildschirm abzeichnet. Aber das ist eine andere Geschichte. Und ich, ich habe mittlerweile mein zweites MacBook Pro mit Alukörper - aber auch das ist eigentlich eine andere Geschichte.

Jetzt zumindest seid ihr zwei weißen Plastik-MacBooks die letzten eurer Art. “Ich gehöre nun zu einer gefährdeten Spezies”, sagte Spock nach der Auslöschung Vulkans im letzten Star Trek-Film. Ihr zwei weißen Mohikaner seid schlimmer dran. Denn mit dem Erscheinen von Lion hat Apple eure Linie ausgemerzt.

Keine MacBooks in Plastik mehr von Apple. Kein weiß, kein schwarz. Alu wohin das Auge reicht.
Und ihr, kleinen weißen MacBooks allein. Gegen den Rest der Welt.
Als eure Alu-Kollegen auf den Markt kamen, wart ihr plötzlich weniger wert. Jetzt reiht ihr euch in die Geschichte mit euren Ur-Großvätern - dem iMac und iBook G3. Ihr seid wieder was wert.

Richard Gutjahr verabschiedet sich auch von seinem weißen MacBook.

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Das Analoge an Schulen muss Bestand haben.

Die Digitalisierung der Gesellschaft schreitet voran, in unsere Leben ziehen nach Computern seit einiger Zeit zunehmend auch Smartphones und Tablets ein. Was in der Generation 35+ vielleicht noch nicht auf breiter Basis im Alltag angekommen ist, wird spätestens in der Generation unserer Kinder nicht mehr wegzudenken sein.

Welche Auswirkungen hat das auf den Schultag von heute?
Bisher recht wenig. Schulen sind mit den Herausforderungen des digitalisierten Alltags zumeist noch überfordert. Den Stundenplan auch im Internet vorzufinden ist schon eine Ausnahme. Weit weg sind wir noch von Hausaufgaben, die im Netz stehen. Oder Nachschlagewerken, die in einem schulischen Intranet vorbehalten werden. Vom medienpädagogischen Unterricht, der faktisch nicht vorhanden ist, will ich eigentljch überhaupt nicht anfangen. Das Fach Medienkompetenz gehört im Jahre 2012 auf die Lehrpläne der Schulen, ab Jahrgangsstufe 4. Ebenso wie das Fach “Lernen lernen”, welches unser Sohn in der kommenden Jahrgangsstufe 5 endlich auf den Lehrplan hat. Dass Schulen hier kaum Kompetenz zur Vermittlung medienkritischer Themen haben, ist sicherlich ebenso ein Punkt für das Fehlen dieses Themengebiets wie die Langsamkeit politischer Entscheidung und das föderalisierte Schulsystem in Deutschland.

Dass das Digitale im normalen Schulalltag fehlt, birgt indes nicht nur Schlechtes.
Für Kinder gehört das Analoge zum Entwicklungsprozess. Aus diesem Grund sollten Kinder auch weiterhin das Arbeiten mit gedruckten Büchern lernen, sich mit Papier auseinander setzen, dass im Gegensatz zum stoß- und kratzfesten Handy pfleglich behandelt werden muss, und eine eigene Handschrift entwickeln.
Ich habe vor einigen Tagen mit einigen kinderlosen Menschen (wie das klingt!) gesprochen, die der Ansicht waren, das 10-Finger-System sollte Kindern eher beigebracht werden, als eine ordentliche Handschrift. Ich halte das für fahrlässig. Lernen, sowohl im Bereich des Wissens, als auch im Bereich der Ordnung und Fürsorge für Dinge, sind zu einem großen Teil analoge Dinge. Auf Dinge wie Rechtschreibung achten ist bei handschriftlichen Aufzeichnungen wesentlich höherer Aufwand und erfordert mehr Konzentration. Etwas wie Rechtschreibung allein am Computer zu lernen halte ich für wesentlich schwieriger. Ebenso ist das Ausbilden einer eigenen Handschrift für Menschen ein wesentlicher Teil der Persönlichkeitsbildung. Darauf kann und darf eine Schulbildung nicht verzichten. Was für einen Eindruck haben wir von Menschen, die uns ein Memo mit wackeliger Handschrift reichen, die dem Schriftbild eines Drittklässlers entspricht? Die Handschrift hat als Mittel der Kommunikation in den letzten 20 Jahren sicherlich rapide an Boden verloren, überall haben maschinell verfasste Briefe, digitale Postkarten und dergleichen Einzug gehalten. Handschrift gilt als etwas elitäres, zuweilen mittlerweile intimes. Und der Grad dieser Bedeutung wird zunehmen. Umso wichtiger ist es, Handschrift als einen Teil seiner Persönlichkeit zu verstehen und zu fördern.

Dem Digitalen können wir nicht entkommen, sollten wie auch nicht. Für Schulen stellt das neue Digitale eine unheimliche Herausforderung dar - insbesondere der Generationen, die heute in die Schule kommen, und die schon in der ersten Klasse mehr Ahnung von Computern, Handys und dem Internet haben als ihre Lehrer. Trotzdem muss das zuweilen antiquariert wirkende Analoge seinen Platz im Bildungsapparat behalten. Nicht etwa, weil es bei Mama und Papa auch so war - im Gegensatz zu meinem Vater habe ich auch nicht mehr auf Schiefertafeln sondern in Papierhefte geschrieben. Aber ich halte Schreiben-Lernen und in Duden blättern für ebenso notwendig wie ein Fach Medienkompetenz. Schule muss ihre Rolle als Mittler zwischen den beiden Welten verstehen. Im Fach Hauswirtschaft würde auch niemand verlangen, dass die Schüler künftig nur noch Café World spielen, statt zu den realen Töpfen zu greifen ...

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EHEC

Ein Geist namens EHEC geht um und versetzt Deutschland und mittlerweile auch Europa in Angst. Die gerade aktive Variante des Enterohämorrhagische Escherichia coli ist besonders aggressiv und gegen die meisten normalen Antibiotika, mit denen Durchfallerkrankungen therapiert werden, resistent.

Zur Krankheit kommt aktuell noch eine gewisse Hysterie hinzu, die Medien wie Politik gleichermaßen an den Tag legen. Denn während man noch keine Idee hat, woher der aktuelle EHEC-Erreger eigentlich kommt, warnt man eindringlich vor Gemüse, anstatt zur Hygiene aufzurufen:

“Trotz kompletter Unsicherheit über die Quelle der EHEC-Infektionen halten die Behörden an der Warnung vor Gurken, Tomaten und Salat insbesondere in Norddeutschland fest. Bei den [...] befragten EHEC-Infizierten habe sich als größte Übereinstimmung ergeben, dass die meisten Gurken und Tomaten gegessen hätten [...]. Die Übereinstimmung betrage hier 90 Prozent.” (LVZ Online)

Ich wette die Übereinstimmung von 90% hätte man auch gehabt, wenn man nach dem Umgang mit Geld, den Konsum von Margarine oder Leitungswasser gefragt hätte? Oder wie sieht es mit der theoretischen Verunreinigung von industriell produzierten Salaten, Trockenobst oder dergleichen aus? 
EHEC wütet seit mindestens vierzehn Tagen. Datiert man die erste Infektion ungefähr auf den 10. Mai - die erste Tode vom 24.05. war neun Tage zuvor eingeliefert und diagnostiziert worden -, sind es gar dreieinhalb Wochen. Zentrum mit den meisten Ansteckungen ist Norddeutschland.
Drei Wochen, und noch immer wird frisches Gemüse als Grund genannt? In meinen Augen insofern seltsam, als dass bei mir Gurken oder Salat nie so lange halten. Sind die Chargen von Supermärkten und Feldern so groß, dass sie über drei Wochen hinweg verkauft werden und ohne Kontrolle weiter in den Verkauf gelangen, obwohl sich die Experten einig sind, dass sie die Auslöser sind?

Am 25. Mai übrigens hatte Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner noch vor voreiligen Erklärungen für die rasante Ausbreitung des EHEC-Erregers gewarnt. Am gleichen Tag gab das Robert Koch-Institut die Warnung vor Gurken, Tomaten und Salat aus. Am 26. Mai fand man auf spanischen Gurken EHEC-Erreger, die am 31. Mai jedoch als Auslöser der Welle ausschieden. Auf Gemüse aus Deutschland hat man den Erreger bisher noch nicht gefunden - obwohl er noch immer irgendwo vorkommen muss, schließlich erkranken immer mehr Menschen. Die Inkubationszeit - die Zeit zwischen Konsum des Erregers und Ausbruch der Symptome - beträgt bei EHEC drei bis vier Tage.

In 80% der Fälle solche Epidemien findet man den Herd der Erreger übrigens nie. In diesem Fall wird es wohl auch so sein. Zählt man all das zusammen, kann ich absolut verstehen, wenn der Bauernverband sich echauffiert und das Robert Koch-Institut verurteilt.

Übrigens: Das Robert Koch-Institut selbst hat beim letzten großen Ausbruch 2002 von EHEC selbst gepressten Apfelsaft und Joghurtprodukte verantwortlich gemacht. In Kanada gab es im Jahr 2000 einen ähnlich großen Ausbruch wie aktuell in Deutschland durch verseuchtes Trinkwasser. Auch die Übertragung über öffentliche Toiletten oder von Mensch zu Mensch ist möglich. EHEC-Erreger werden vom Körper noch bis zu zwanzig Tage nach der Ansteckung verteilt - auch, wenn man selbst keine Symptome mehr hat. Hygiene ist also wesentlich sinnvoller als der Verzicht auf Tomaten und Gurken ... meine Meinung als Nicht-Mediziner zumindest.

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Eroberungen

oder: Meine Liebe zum Matchbox.

Mein Gehirn funktioniert nicht ganz perfekt, wenn es um Erinnerungen geht. Ich merke mir Vieles - Gerüche, Fakten und jede Menge Dinge, die man locker als Unnützes Wissen einstufen kann. Geht es jedoch um Namen, Gesichter oder Begebenheiten setzt mein Gehirn gern einmal aus und löscht Erinnerungen daran.  Ganz extrem merke ich dies bei “frühkindlichen” Erinnerungen. Während meine Frau noch alle Namen ihrer Kindergarten-Kameraden aufzählen kann, gelingt mir dies nich einmal mehr mit allen Kameraden meiner Abschlussklasse.

Neulich waren wir in einer Ausstellung zum DDR-Alltag. Und trotz so mancher Gegenstände an die ich mich erinnern konnte - zum Beispiel die alten Schultische - kann ich mich an Dinge wie den Mittagsschlaf in der ersten Klasse, unsere erste Klassenfahrt und den Nachnamen meiner ersten richtigen Freundin nicht mehr erinnern (Geschweige den an den Vornamen meiner ersten Schulfreundin in der zweiten Klasse ...)
Manche Erinnerungen allerdings bleiben.

Zum Beispiel die an einen Teddy, den ich einmal vorfand, als ich mit meiner Mutter nach Hause kam. Meine Mutter und mein Vater lebten in den ersten Jahren noch in getrennten Wohnungen, und mein Vater war viel unterwegs. Eines Tages jedoch kamen wir nach Hause, und in meinem Bett lag ein Plüschhund und ein Teddybär. Ich habe kein einfaches Verhältnis mit meinem Vater, aber diese Geste blieb mir im Kopf - und der Teddy hat heute noch seinen Platz in unserer Wohnung.
Eine andere Erinnerung ist weniger spezifisch, sondern eher etwas, das ich jahrelang getan habe. In unserem Wohnzimmer (nach dem Zusammenzug, da muss ich ... fünf, sechs Jahre alt gewesen sein) gab es einen Teppich mit wunderbarem Web-Muster, welches ich immer ausgiebig als Stadtplan nutze. Zur Verzweiflung meiner Eltern spielten sich darauf nicht nur wilde Verfolgungsfahrten von Matchbox-Autos ab, sondern auch so mancherStau über den die beiden stolperten.

Matchbox waren für mich damals überhaupt das Spielzeug Nummer Eins. Ich nutzte das rund 30 Quadratmeter grosse Wohnzimmer um “Auf Achse” nachzuspielen - eine Serie, zu der ich aufgrund der Tatsache, dass mein Vater selbständiger Fuhrunternehmer war, eine hohe Verbundenheit aufbaute. Aber auch actionreiche Verfolgungsjagden, illegale Strassenrennen und umfangreiche Bauarbeiten fanden im Maßstab 1:80 statt. Meine Matchbox-Sammlung bekam stetig Zuwachs - durch Grosseltern und Westbesuch. In meinem Fuhrpark versammelten sich Feuerwehren, Abschlepper, Transporter, Rennwagen, ...

Von meinen Matchbox sind heute noch zwei Stück übrig, die ich an meinen Bruder vererbte und die dieser meinen Söhnen übergab. Ganz so beliebt wie bei mir sind die maßstabsgetreuen Mini-Autos bei meinen Kindern nicht, sie bevorzugen heute LEGO. Trotzdem sind sie irgendwie nicht wegzudenken aus dem Jungs-Leben. Und wenn ich die Kiste mit Matchbox, HotWheels und Siku-Autos heute betrachte, dann erinnere ich mich gern an die Abenteuer, die ich damals mit ihnen erlebt habe. Manchmal, wenn ich mit dem Kleinsten spiele, nehme ich eines der Autos, fahre mit ihnen über den Fussboden und mache innerlich ganz leise “Bruuuuuumm! Whrooooom! Neeeong.”
Männer werden halt doch nie so richtig erwachsen ...

Übrigens: Die Liebe zu vierrädrigen Fortbewegungsmitteln hat sich bis heute erhalten. Auch wenn ich heute funktionierende Exemplare im Maßstab 1:1 bevorzuge ;)

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Michelin Challenge Bibendum 2011 - Ein Rückblick.

Wie war Berlin eigentlich? Die Michelin Challenge Bibendum?
Nun. Es war spannend. Hunderte Referenten, die sich zum Thema urbane und alternative Mobilität unterhalten. Langweilig wurde es nicht, es gab spannende Themen und jede Menge alternative Antriebe live zu erleben. Die kommenden Jahre - Ende 2011 bis einschließlich 2013 - werden für Fans von Auto & Mobilität sehr spannend. Jede Menge Hersteller, wie Nissan, Opel, BMW, Renault und Dutzende andere, kommen mit neuen Hybrid- und Elektroautos an. Eine Entwicklung, die sich seit der IAA 2005 abzeichnet. Das Problem, neben den diversen technischen, allerdings ist noch immer der Käufer bzw. dessen Akzeptanz und Vorbehalte gegenüber den neuen Technologien.
Da ist eine Veranstaltung wie die Michelin Challenge Bibendum, die sich in diesem Jahr erstmals dem normalen Besucher öffnete, sicherlich ein wichtiges Forum.

Die Quintessenz der Workshops kann man in einer kleinen Powerpoint-Präsentation hier einsehen. Ich hätte mir eine ausführlichere öffentliche und auch durchaus kritische Dokumentation gewünscht, wie man dies hier mit einer Diskussion getan hat. Für MAN habe ich zwei Workshops zusammengefasst.

Was man als Teilnehmer aller #MCB11-Tage feststellen konnte: Das Thema alternative Antriebe ist bei weitem noch nicht so weit, wie es eigentlich sein könnte - aus technologischer ebenso wie aus öffentlicher Sicht. Die Industrie hat sich um 1900 für Benzin als Treibstoff entschieden, obwohl die ersten Autos & die ersten Geschwindigkeitsrekorde bspw. auf Elektro-Antrieben basierten. Den Abschied von Öl machen sich Industrie und Konsumenten derzeit nicht einfach. Verfolgt man die Diskussionen in so einigen Foren rund um alternative Antriebe merkt man allerdings auch: Es liegt zu einem großen Teil an den Fahrern, die eher auf Hubraum und Preis als die Umwelt schauen. Hier müssen Industrie und Politik Hand in Hand gehen, um bei Verbrauchern die Vorurteile abzubauen und die Kosten im Zaum zu halten - genau hierfür, für solche Schulterschlüsse und gegenseitigen Erkenntnisse auf einer unteren politischen Ebene, ist die Michelin Challenge Bibendum ein gutes Forum. Auch wenn am Ende als “reiner Besucher” natürlich trotzdem die Frage im Hinterkopf bleibt, wie viele von den zum Teil doch recht offensichtlichen Erkenntnissen, nun in den politischen Alltag einfließen und zu einem Schulterschluss führen.

Eines im Gespräch mit einem Workshop-Teilnehmer hat mich beispielsweise erstaunt: Dass die Industrie nicht sagen kann, wieso Erdgas zum Beispiel nicht vom Kunden akzeptiert wird. Die Technik für Erdgas und Autogas ist serienreif, wird von Kunden aber nicht angenommen. Ähnlich wird es mit dem Elektro-Auto werden - toll, dass es das gibt. Akzeptiert wird es - vom Kostenfaktor mal ganz abgesehen - derzeit kaum. Passend dazu die ZEIT: Umdenken, dann umsteigen - Nicht das E-Auto gehört gefördert, sondern E-Mobilität.

Die kommenden Jahr werden spannend, wie oben geschrieben. Insofern war die Michelin Challenge Bibendum mit ihrem Stopp in Berlin ein wunderbarer Auftakt in eine spannende Zeit. Als Forum für Industrie, Politik, Entwickler und Konsumenten war und ist sie wichtig. Eigentlich gehört ein solcher Gipfel für die nächsten Jahre konstant nach Deutschland.

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Samsung will das iPhone 5 und iPad 3 sehen ...

Dass Samsungs Star II- und Galaxy S-Reihe so frapierende optische Ähnlichkeiten zum iPhone 3 und 4 aufweisen, ist offenbar nur Zufall. Samsung fühlt sich nun aufgrund Klage von Apple, die eben jene Ähnlichkeiten aufgreift, missverstanden.
Anders zumindest ist es eigentlich nicht zu erklären, dass die Anwälte Samsungs in dem Fall jetzt vom Gericht verlangen, schon einmal einen Blick auf das iPhone 5 und iPad 3 werfen zu dürfen. Damit man es nicht wieder “zufällig” kopiere.
Hach, wäre es doch soooo einfach ;)

Schon klar, dass das eine große Show im Spiel um Millionen und Milliarden ist. Neben Samsung hat Apple mit ähnlichen Klagen auch bereits HTC und Nokia überzogen, im Gegenzug die ebenso .. Hat da noch jemand einen Überblick?

Update, 30.05.2011: Noch viel lustigere Vorgeschichte, denn nicht Samsung ist als erstes auf die Idee mit dem “Zeig doch mal, was Du in der Schublade hast” gekommen, sondern Apple. Offenbar hat Apple nämlich vorher richterlich durchgesetzt, dass sie einen Blick auf Samsungs künftige Geräte werfen dürfen, um weitere Verstöße gegen Apple-Patente schon mal im vornherein sehen zu können. Der Richter stimmte diesem Verlangen zu und Samsung konterte jetzt seinerseits mit dem Verlangen. Kindergarten-Spiele da .. Wenn der Richter jetzt Samsungs Verlangen ebenso nachgibt dürfte Apple das Verfahren eher einstellen wollen, als die künftige Technik zu zeigen. (via fefe)

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Stadt der Diebe



Gestern Abend habe ich David Benioffs "Stadt der Diebe" zu Ende gelesen.
Es ist kein leichtes Buch, aber ein beeindruckendes. Eines, das den Weg zweier junger Männer in den Kriegswirren um Sankt Petersburg zeigt, die ihr Leben für 12 Eier riskieren. Es ist ein Buch, über das ich nicht viele Worte verlieren .. kann, weil ich sonst zu viel schreiben würde. Es ist geistreich, dramatisch, schockierend, witzig und zuweilen schmerzhaft und aufwühlend.
Deshalb nur: Lesen!
Das ist der einzige Rat. Wirklich.
Es ist lange her, dass mich ein Buch so beeindruck hat.

[ Ich habe schon wieder zig Sätze hier rausgelöscht, in denen ich über das Buch schwärme, über es erzähle .. aber das will ich eigentlich nicht. Lest es selbst! ]

Was ich mich nach dem Lesen fragte: Wieso dieses fantastische Buch bisher von Hollywood verschont wurde.
Antwort David Benioff ist selbst als Drehbuch-Autor (u.a. für den wunderbaren "25 Stunden") in Hollywood tätig und will die Rechte an diesem Buch nicht verkaufen, um seine Figuren vor der kommerziellen Ausschlachtung zu schützen. Respekt, da bin ich erleichtert ..

Die zweite Frage ist die, die sich einer der Protagonisten im Buch einige Male stellt: Wieso es Nachts trotz der Abermillionen Sonnen da draussen dunkel ist. Wird als Olberssches Paradoxon bezeichnet & auf Wikipedia erklärt.


Krasses Gegenteil zu "Stadt der Diebe" übrigens: Joachim Fuchsbergers "Altwerden ist nichts für Feiglinge", das ich parallel gelesen habe. Dieses Werk ist kein Buch über das Altwerden, sondern das Buch eines alten Mannes, der sich über die anderen Menschen ereifert und sich ins güldene Licht stellt. So gern ich Fuchsberger mag, das Buch hätte er sich schenken können. Das einzig Gute: Ich bin auf seinen Film "Life is life" (in DE "Die Spätzünder") aufmerksam geworden. Eine wunderbare kleine, in Österreich produzierte, Komödie mit ihm und Jan Josef Liefers. Ansonsten: Bitte nicht lesen. Ganz schlimmes Werk - ist wie ein Nachmittag mit Opa, an dem er die gleichen Geschichten immer wieder erzählt. Weit weg von jedem Inhalt, den ich erwartet hatte. Es fehlt Witz, Leben und Sinn. So wankt das Ding zwischen Biographie, Rechtfertigung, Geblabbere und ein klein wenig Schimpf auf Jugend wie Rentner gleichermaßen. Und Blacky Fuchsberger mittendrin. Schade drum. Wenigstens musste für mein Exemplar kein Baum sterben ...

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Für MAN nach Berlin

Manchmal sollte man ja Anderen die Worte überlassen. Und wenn sie dann noch so nett sind, wie die des Social Media-Teams der Michelin Challenge Bibendum auf Facebook gestern, mache ich das gern:



Das Weblog von MAN zur Michelin Challenge Bibendum findet man hier, und ich freue mich, für MAN von der spannenden Veranstaltung in Berlin bloggen zu können. Die von Michelin veranstaltete Challenge Bibendum ist eine Rallye, Kongress, Info-Veranstaltung und Ausstellung rund um das Thema urbane Mobilität und alternative Antriebe, live miterleben kann man das Event vom 18. bis 22. Mai 2011 in Berlin - oder eben im dazugehörigen MAN Blog ;)

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Legal. Illegal. Shopping.

Ich mag dieses Internet. Es erleichtert das Leben ungemein, verbindet mich mit Freunden, macht das Einkaufen einfach und letztendlich sichert es mir auch mein täglich Brot. Einkaufen einfach machen ist so ein Punkt, den ich ja wirklich mag. Ebay, Amazon, .. toll! Nachdem man mir in der letzten Woche mein iPhone entwendet hat, war der erste Gedanke eigentlich: "Hey, lass uns mal in den virtuellen Kleinanzeigen-Märkten schauen, was es da so gebraucht gibt." Ebay selbst ist zumindest für Technik schon lang kein Schnäppchen-Markt mehr, also rein in kleinanzeigen.ebay.de
Ein wunderbarer Tummelplatz von vielen Leuten, die was zu verkaufen haben. Auch diverse iPhone 4 mit 16 GB - mein Wunschmodell. Neben einigen offensichtlich dubiosen Anzeigen habe ich drei Verkäufern geschrieben. Einer antwortet nicht. Einer schrieb mir morgens um 8 Uhr, er sei noch bis 9 Uhr da, wir könnten uns noch schnell treffen, sonst verkaufe er es nach Köln, wo er gleich hinfahre. Und der Dritte schrieb mir um 22 Uhr, wir könnten uns in seiner privaten Wohnung noch bis 00:30 Uhr treffen; die nächsten Tage hätte er keine Zeit.
Nun. Ehrlich? Wenn es jemand so eilig hat, klingeln meine Alarmglocken.
Ich habe mein neues iPhone jetzt bei Apple bestellt. Dauert zwei Tage länger als ein Kauf vor Ort, ist aber sicherer ...



Übrigens, was mir so durch den Kopf ging, in Anbetracht des Diebstahls und der dubiosen Angebote: Die IMEI eines Handys zu orten, ist technisch keine große Sache, wird jedoch nur angewendet, wenn "Gefahr für Leib oder Leben in Verzug ist" (Worte Polizei). Wieso? Würde es zu einem angewandten Ding bei Diebstahl würde es die Diebstahlrate von Handys doch zumindest in einem gewissen Umfang drücken?! Und: In Anbetracht der Tatsache, dass der Erwerb von Diebesgut strafbar ist und die Polizei eine Datenbank von IMEIs gestohlener Handys hat - ist diese öffentlich zugänglich, damit man sich die IMEI von einem eBay-Verkäufer vorher geben und überprüfen lassen kann? Oder gibt es ein anderweitiges Portal, bei dem man die IMEI eines gestohlenen/verlorenen Handys eintragen & abfragen kann?

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Wer den Schaden hat ...

Liebes Tagebuch,

heute war ein blöder Tag! Während ich in einem Café mit grün-schwarzem Logo in Leipzig am Brühl saß, tauchten plötzlich zwei ausländische Männer auf und baten in umständlichem Kauderwelch-Englisch mit einem Zettel wedelnd um einen Stift. Ich brauchte ein paar Sekunden, um sie zu verstehen, verneinte das Vorhandensein eines Stiftes - und stellte fünf Minuten später fest, dass nicht nur die Beiden mittlerweile wieder verschwunden waren, sondern auch mein geliebtes iPhone, das auf dem Tisch lag.

Das ist total uncool, liebes Tagebuch!

Mir wurde heute, 28.4.2011 mein schwarzes iPhone 4 gestohlen. Anzeige bei der Leipziger Polizei ist gestellt - obgleich das, so realistisch bin ich, natürlich nichts bringt.
Trotzdem veröffentliche ich hier die IMEI und Seriennr. meines Handys. Sollte jmd. zufällig über diese Telefon “stolpern” kann man mir eine Mail zukommen lassen.

Gestohlen: iPhone 4, schwarz
IMEI 012540009813511
Seriennr. 70046AWMA4S

Übrigens: Der Polizist heute wies darauf hin, dass dies nicht der erste Fall von dreistem Diebstahl bei der großen Kaffeekette mit dem schwarz-grünen Logo sei. Mit gleicher oder ähnlicher Masche machten Diebe in den letzten Monaten wohl häufig Jagd auf Taschen und Telefone. Also aufpassen.
Ich verzichte wissentlich auf die Nennung des Firmennamens, da ich a) die Kette mag und b) das natürlich kein Problem ist, für welches das Unternehmen etwas kann bzw. wogegen es etwas kann. Das Problem ist die Blödheit bzw. Gutgläubigkeit der Kunden aka Menschen. Genau die ist mir heute eben auch zum Verhängnis geworden.

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.. wer ich bin

Mein Name ist Thomas Gigold, ich schreibe, berate Firmen zum Thema Social Media und betreue Communitys. Das hier ist mein privates Weblog - rund um meinen Alltag, Apple, Autos, Tech, das Netz, und den ganzen Rest. Erfahren Sie mehr über mich und nehmen Sie Kontakt mit mir auf.

Was ich derzeit lese

Plan D, Simon Urban

Was ich derzeit spiele

Formel 1 2011, iPhone

Wo ich gerade bin

Leipziger Messe (Professional & Other Places)
February 4, 2012, 10:15 am

Was ich gerade sehe