Ein Tag. Mit Glas.

Wir sind auf einem Weg zu einer durchsichtigen Welt - Touchpad-Oberflächen sind heute State of the Art, aber nicht das Ende. Denn noch "behindern" uns undurchsichtige Elektronikkomponenten. Wie es werden könnte, wenn sich das ändert, zeigt das Video "A Day Made Of Glass". Fehlt nur noch, dass man Touch-Oberflächen auch ohne seltene Erde produzieren kann. Dann könnte sich die Welt wirklich derart verändern. Ich freue mich schon auf viele Rentner, die dann vor Glaswände laufen, wo sie Wald vermuten, tatsächlich aber Argument Reality Ebenen eingezogen sind ....


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Eintrag vom 05.02.2012
Kategorie: Design
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Mein Name ist Thomas Gigold, ich schreibe, berate Firmen zum Thema Social Media und betreue Communitys. Das hier ist mein privates Weblog - rund um meinen Alltag, Apple, Autos, Tech, das Netz, und den ganzen Rest. Erfahren Sie mehr über mich und nehmen Sie Kontakt mit mir auf.

Matthew Broderick’s Day Off.

Matthew Broderick spielt Ferris, spielt Matthew Broderick.

Jedes Jahr stellt der Superbowl das größte Sport-, vlt. gar TV-Ereignis, des Jahres. Und jedes Jahr spielt das Spiel eine Rolle, die Werbespots jedoch die Hauptrolle. Diese werden für wahnwitzige Summen gebucht, und seit es YouTube gibt erfahren sie eine massive Aufwertung - denn dank ihrer Video-Inkarnation (oder gar Premiere vor dem Superbowl-Auftritt) erlangen sie nicht selten Kultstatus. Siehe VW und sein kleiner Darth Vader.

Dieses Jahr ganz weit vorn in der Kandidatur zum Überflieger-Spot des Superbowl: Honda.
Nicht weil das Auto toll wäre, sondern weil man Matthew Broderick für eine Homage an seine größte Rolle bekommen hat: Ferris Bueller.
Der Film 'Ferris Bueller's Day Off' von 1986 katapultierte Broderick nach oben und schuf einen popkulturellen Impact, den wenige Filme in vergleichbarer Weise hatten. Jetzt, 16 Jahre später, kommt also Honda und lässt Broderick seine Paraderolle wieder aufnehmen. Für einen 2:25 Minuten langen Clip. Muss man nicht gut finden. Kann und darf man aber, denn der Clip ist gelungen, und dürfte jeden Anfang-bis-End-Dreißiger ein sehnsüchtiges Enzückungsgrinsen ins Gesicht zaubern.
Schicker macht das den Honda im Spot leider aber auch nicht ...


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Eintrag vom 30.01.2012
Kategorie: Werbung
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Kleinwagen und die Endgeschwindigkeit

Der Trend zum Kleinwagen ist ungebrochen. Die Deutschen entdecken die Vorteile inbesondere im urbanen Umfeld. Und vielleicht (vielleicht!) wird ja aus der Kombi-Nation Deutschland bald die Kleinwagen-Nation. Schließlich kommen alle guten Dinge zurück, und der VW Käfer wurde hier nicht ohne Grund erfunden. Es gab eine Generation, die reiste mit dem Ding gar 14 Tage in den Urlaub - etwas, dass heute 35jährige Familien nicht mal mit einem Mercedes E-Klasse Kombi mehr komfortabel hin bekommen.
Aber darüber will ich eigentlich nicht sprechen.
Eher über den sensationellen Erfolg des neuen VW-Zwergs up! - nur echt mit Ausrufezeichen.
Der geht - glaubt man den Zulassungszahlen und hinterfragt jetzt einfach mal nicht, wie hoch der Anteil an VW Jahreswagen etc. ist - weg wie geschnitten Brot. Seit dem Marktstart vor nicht einmal zwei Monaten wurden mehr als 20.000 up!s (?) in Deutschland zugelassen. Eigentlich sensationell.
Nicht nur wegen des, aber auch unterstrichen vom Erfolg, bläst VW den up! jetzt auf. Auf eine Viertüren-Version. Auf ein E-Auto. Und eine GT-Version.

Eine GT-Version.
Der normale up! benötigt um die 14 Sekunden von 0 auf 100 km/h und zeigt sich bei 130 km/h geschafft. Das reicht für seinen natürlichen Lebensraum, die Stadt, vollkommen aus.
Aber nicht für sein Überleben auf deutschen Autobahnen. Das ist auch ok. Ähnlich wie der smart soll der up! (langsam bekomme ich eine !-Allergie) auch da nicht hin. Eigentlich. Denn die kommende GT Variante soll da schon hin. Mit 130 PS beschleunigt der Zwerg in neun Sekunden auf 100. Das ist jetzt nicht wahnwitzig fix. Allerdings reicht seine Puste bis kurz vor die 200 km/h.

200 km/h in einem Auto, das sich damit begnügt von Spitze bis Passagier gefühlt nur 75 Zentimerter Raum zu haben.

Wollen wir mal schauen, was 200 km/h mit einem Ford Focus machen?
Bitte, das britische Magazin Fifth Gear hat das mal getestete:

Wieso Fifth Gear sowas macht? Wer das Video schaut weiß es. Und wer sich vorstellt, was eine Kollision mit so einem up! macht eigentlich auch.
Die Zahl der Verkehrstoten ist 2011 übrigens wieder gestiegen.

Nein, ich will jetzt nicht wirklich diskutieren.
Ich mag es, schnell unterwegs zu sein. Ich mag die deutschen Autobahnen und ihre Freiheit. Ich mag es, links zu fahren, und diesen kleinen Adrenalinschub jenseits der 180 km/h zu bekommen. Aber ich denke auch, etwas Hirn muss da schon noch dabei sein. Einen VW up! oder Ford Fiesta würde ich nicht über 130 km/h prügeln wollen. Nicht auf einer Autobahn. Wuah!
Und ihr?


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Eintrag vom 27.01.2012
Kategorie: Alltag
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Ich, Kino, Sherlock und 2012.

Ich war im letzten Jahr nicht oft im Kino. Irgendwie fehlte die Zeit. Irgendwie.
Dabei mag ich Filme. Und Kino. Ich mag es nur nicht allein - ich brauche im Kino Jemanden, mit dem ich leise flüsternd lästern, lachen, mäkeln kann. Ja, Ihr mögt das nicht, wenn es neben euch nuschelt und tuschelt. Ich auch nicht. Aber ich mag auch nicht die ganze Zeit all diese Eindrücke nur mit mir teilen.
Deswegen gehe ich nicht gern allein. Und weil das so ist, gehe ich selten. Denn, die wenige Auszeit, die wir als Eltern haben, nutzen wir an den Babysitter-Abenden irgendwie doch eher zum Essen gehen ...

In den letzten vier Wochen aber habe ich es tatsächlich in zwei Filme geschafft. Und in Anbetracht des massiven Kino-Programms für 2012 erwarte ich eigentlich noch mehr - schließlich kommen so einige potentielle Blockbuster: Battleship (April - Trash, Hasbro, Transformers), The Avengers (Mai - Superhelden, Marvel, Ironman), MIB:3 (Mai - Will Smith, Aliens, Humor), Prometheus (Juni - Weltraum, Aliens, Ridley Scott), Abraham Lincoln - Vampire Hunter (Juli - Vampire, Abe, Humor), The Dark Knight Rises (Juli - Batman, Nolan, Bale), The Expendables 2 (August - Stallon, Schwarzenegger, Norris, Willis, Van-Damme, Lundgren, Statham), Merida (August - Pixar, Schottland, Schotten), Dredd (September - Urban, Dredd, Action), James Bond Skyfall (November - Bond, Craig, Welt).
Straffes Programm. Und viel zu tun für unseren Babysitter.

Und dann wären da ja noch Underworld 4 (Februar - Vampire, Werwölfe, Kate), Iron Sky (April - Nazis, Mond, Trash), Ice Age 4 (Juli - Dreamworks, Sidd, Scrat), Total Recall (August - Farrell, Mars, Klassiker), Ted (Juli - MacFarlane, Wahlberg, Böse), Re5ident Evil (September - Zombies, Milla, Milla und Zombies) und Madagascar 3 (Oktober - Skipper, Mort, Julien) - die ich allerdings nicht unbedingt im Kino sehen muss, denn sowohl Kate, als auch Milla und Alex muss ich im Fortsetzungsmarathon nicht unbedingt auf der großen Leinwand anfeuern ... Auf den Hobbit verzichte ich gern, ebenso wie auf Glitzer-Vampire und Schneewittchen, alles Material für einen netten Abend daheim.

Oh, und fast hätte ich es vergessen: Schließlich wäre da noch George ‘Ich stopf euch mit den immer gleichen Star Wars-Teilen zu, bis ihr kotzt’ Lucas’ Episode 1 ab Februar im Kino - in *uh! ah! oh!*-3D. Den Teil habe ich vor 12 Jahren leider schon im Kino gesehen (und mir die darauffolgenden Teile eben dort geschenkt), werde aber mit Sohn 1 wiederkehren. Da habe ich keine Wahl ...

2012 ist ein gutes Kinojahr. Und ich dürfte wieder öfter im Kino landen. Wenn es nur halb so viel Spaß macht, wie die letzten beiden Filme, bin ich zufrieden ...

Gestern war ich in ‘Sherlock Holmes - Spiel im Schatten’. Ich mag Guy Ritchie. Ich mag ‘Bube, Dame, König, Gras’ und könnte mir ‘Snatch’ aller paar Wochen antun. Ritchie hat - zumindest in den beiden Filmen, sowie in beiden Holmes-Teilen - ein gutes Gespür für Action und Timing. Hinzu kommt: Ich mag diesen “Zack-Wusch-Dong-Klick”-Stil, diese Mischung aus kurzem Schnitt, Zeitlupe, Schnelligkeit und Boom.
Und dann wäre da natürlich noch Robert Downey Jr. - der coolste Hund des Planeten. Ironman. Nein, Verzeihung, Tony Stark. Was spielt es für eine Rolle, die sind deckungsgleich. Würde irgendwann in der Zeitung stehen, Downey würde im Superhelden-Kostüm den G8 Gipfel stürmen und erfolgreich den Weltfrieden durchsetzen, was soll’s, ich würde es glauben. Der Mann hätte im Film ebenso aus dem Telefonbuch Londons von 1891 rezitieren können, und es wäre eine spannende Action-Komödie geworden.
Nein, im Ernst. Holmes 2 ist gut geworden - es gibt Humor, Liebe (die zwischen Holmes und Watson natürlich ...), einen großartigen Stephen Fry, grandios inszeniere Action in einem deutschen Wald und ein Finale, an dem man 10 Minuten vor Schluss tatsächlich an die Endgültigkeit glaubt. Mehr kann man von einem netten Kinoabend nicht verlangen. Außer vielleicht jemanden neben einem, mit dem man lästern kann - das die Schilder in Deutschland alle auf Englisch sind, oder die deutsche Flagge damals eigentlich noch schwarz-weiß-rot war, oder, ... Ach. Auch egal.

Geht da rein. Und in die anderen Filme auch. Oder ladet sie wenigstens in guter Qualität runter, schließlich lebt Kino von Bildern - nicht von Fragmenten.

Übrigens verstehe ich ja noch immer nicht, wieso Hollywood Filme nicht einfach schon vier Wochen nach Kinostart als Stream anbietet. Oder 24 Stunden. Am Ende spielt es kaum eine Rolle - mehr verlieren können Sie imho nicht, und vielleicht hilft es ja sogar, diese ganzen kinox.to-versauten Pixelkinder wieder an schöne Kinobilder zu bringen.
Wobei. Auch egal - hier auf’m Dorf bekommst Du das Zeug sowieso nicht runter ... ;-)

Achso, der ‘zweite’ Film, den ich in den letzten Wochen gesehen habe: Mission Impossible 4. Wenn Ihr Teil 1 bis 3 nicht gemocht habt, schaut Teil 4. Der ist besser. Wirklich. Der wahrscheinlich beste Teil bisher. Echt jetzt. Ich meine, Regisseur Brad Bird durfte seine “Die Unglaublichen” mit Tom Cruise und Simon Pegg in real drehen. Und das klappt ... ;)


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Eintrag vom 22.01.2012
Kategorie: Alltag
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The Chase.

Wer liebt sie nicht - rasante Verfolgungsfahrten im Kino. Aber wer hat bisher denn schon einmal in einer drin gestanden? Die Profis von 360 Panographic haben sich etwas Zeit genommen und ein 360° Panorama mit Motion Blur erschaffen, bei dem man mitten in der Verfolgungsfahrt steht. Beeindruckend!


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Eintrag vom 21.01.2012
Kategorie: Design
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Die Zukunft fährt elektrisch. Oder?

“Generation Y schätzt Hybrid- und Elektroautos”, übertitelt der von mir sehr geschätzte Newsservice electrive.net ganz in Wiederholmanier der Bloomberg’schen Businessweek. Die weiss nämlich zu berichten, dass die Generation der 19- bis 31-Jährigen (in den USA) Strom im Auto tatsächlich sehr sehr mag. Das ergibt eine Studie der Unternehmensberatung Deloitte. Demnach würden 59 Prozent der Altersgruppe das Hybrid- und Elektroautos eindeutig den normalen Verbrennern vorziehen.

59% sind elektrisiert. Zum Teil zumindest. Denn der große Teil (57% nämlich von den gesamt 59%) ist eher für den Hybrid zu begeistern. Nur 2% (von den gesamt 59%) würden auf das Elektroauto setzen.

Jetzt bin ich zu faul, um auszurechnen, wie viele Menschen 2% der 19- bis 31-jährigen US-Amerikaner nun tatsächliche sind. Ehrlich. Aber ich behaupte einfach mal: Der Markt ist nicht wirklich groß. Der Weg noch lang.

Das unterstreichen auch die Zahlen aus Europa:
- in Frankreich wurden 2011 genau 2.629 Elektroautos verkauft - davon rund 500 an Privatpersonen. Bei insgesamt 2,2 Mio Neuzulassungen.
- in Österreich wurden 2011 genau 631 Elektroautos neu zugelassen, von 356.145 Neuzulassungen insgesamt.
- in Deutschland wurden 2011 insgesamt 2.154 Elektroautos zugelassen (die Hälfte davon übrigens Mitsubishi i-MiEV), bei insgesamt 3,17 Mio. PKW-Neuzulassungen.

Insgesamt sind in Deutschland rund 4.400 Elektrofahrzeuge zugelassen - bei einem Gesamtbestand von über 50 Mio. Fahrzeugen.

Da muss noch einiges an Überzeugungsarbeit geleistet werden, habe ich den Eindruck ...


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Eintrag vom 20.01.2012
Kategorie: Alltag
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Volkswagens nächster viraler Coup

Leitsatz für erfolgreiches Marketing:
Letztes Jahrzehnt 20. Jahrhundert: Wenn etwas in der Werbung erfolgreich sein soll, mach es mit Hunden.
Erstes Jahrzehnt 21. Jahrhundert: Wenn etwas im Internet funktionieren soll, mach es mit Katzen.
Zweites Jahrzehnt 21. Jahrhundert: Wenn etwas viral einschlagen soll, mach es mit Star Wars.

Für Volkswagen war es der größte Coup des Jahres - der ‘The Force’-Spot mit einem kleinen dunklen ‘Herrscher’ und einem großen, mächtigen Jetta in den Hauptrollen. Ein Jahr nach seiner Premiere zum Sport-Mega-Ereignis Super Bowl hat der Clip auf YouTube allein im VW-Account mehr als 48 Millionen Abrufe. Der Spot von Volkswagen USA war so erfolgreich, dass man ihn zeitweilig auch im deutschen Fernsehen genießen konnte, dass MARVEL Comics eine witzige Persiflage zum Kinostart ihres Helden Thor drehte und Greenpeace den Spot als Ausgangspunkt für eine kritische Kampagne gegen den Autohersteller nahm.

Nun schickt man sich in den USA an, den Erfolg zu wiederholen.
Am Mittwoch veröffentlichte Volkswagen ein Video, in dem elf Hunde - optisch deutlich an den Star Wars-Helden der ersten Trilogie orientiert - den ‘Imperial March’, das bestens bekannte musikalische Leitmotiv von Darth Vader, intonieren.
Das Video ist toll umgesetzt und wurde nach 24h immerhin bereits fast 700.000 mal im offiziellen Kanal angeschaut.

Das Video verweist auf den Termin 5. Februar 2012 - den Tag des Super Bowl. Wieder.
Was die Fans in den Werbeblöcken des sportlichen Großereignisses erwartet ist noch ein wohlbehütetes Geheimnis. Doch eins ist sicher: Die Videos, die während des Spiels laufen, werden zu Internethits. VW hat mit dem Teaser mehr als einen Grundstein gelegt.
Um welches Produkt es final geht, kann im übrigen nur spekuliert werden. Sollte es sich um ein neues Fahrzeug handeln, kann aufgrund der Premiere auf dem US-Markt und den Wortspielen auf der zugehörigen Website angenommen werden, dass es sich um den VW Bulli-Nachfolger handeln könnte. Spätestens am 5.2. wird man es erfahren. Mit dem neuen Spot hat VW allerdings bereits jetzt wieder einen Hit gelandet, der sich in den nächsten Tagen noch wesentlich weiter verbreiten wird.


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Eintrag vom 19.01.2012
Kategorie: Alltag
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Zuckersüße Täuschung.

Vor einigen Jahren habe ich eine Dokumentation über Japan und seine Esskultur gesehen - ich kann mich nicht mehr erinnern, wann genau und wo. Aber ich lernte an diesem Nachmittag etwas. So lernte ich zum Beispiel, dass nicht die in Europa als “laktoseintolerant” bezeichneten Menschen krank sind, sondern wir “laktostoleranten”. Denn eigentlich *soll* man, laut Plan von Mama Natur, als erwachsener Mensch überhaupt keine Milch vertragen. Tun die meisten Asiaten dann eben auch nicht. Denn die domestizierte Kuh wird dort eben nicht vorrangig für den Milchkonsum gehalten. Erst in den letzten Jahren entdecken Japaner so zum Beispiel den Jogurt - laktosefrei versteht sich.

In der gleichen Dokumentation stolperte ich auch zum ersten Mal über ein kleines Kraut namens Stevia. Im asiatischen und südamerikanischen Raum dienen die getrockneten Blätter der Stevia zum süßen von Speisen. Zuckerrüben-Zucker, wie wir in Europa, ist dort nicht so massiv verbreitet. Und wenn man Stevia dem Zucker gegenüber stellt, dann weiß man auch schnell, wieso ‘unser’ Zucker dort keinen Siegeszug antreten konnte: Weil Stevia frei von Kalorien ist - entsprechend nicht dick macht, und auch nicht krank. Und von Stevia “überessen” kann man sich auch nicht - das Zeug ist zigfach süßer als Zucker, muss also wohldosiert werden.

Nun fragte ich mich: Wieso kennen wir das hier nicht?
Antwort: Die Europäische Union verhindert seit Jahren die Einführung von Stevia in den Mitgliedsländern. Der Verkauf der Pflanze als Lebensmittel ist hier ebenso verboten wie ihr Einsatz in Nahrungsmitteln.

Europa blockt die Einführung des biologischen Süßstoffes konsequent - aufgrund des Einflusses der Zuckerindustrie.

Nun wird der Ruf der Stevia-Befürworter in den letzten Jahren immer lauter, wenn auch auf kaum wahrnehmbarer Frequenz. Und siehe da: Stevia darf kommen - ganz legal.
Doch, Halt! Der Sieg ist keiner. Denn Stevia darf nicht als Pflanze kommen, und nicht unbehandelt in Nahrungsmittel fließen. Wo kämen wir hin!
Deswegen kommt Stevia in Europa künftig als “E 960” in die Läden. Als Steviosid. Nicht mehr halb so biologisch und freundlich, wie es sein könnte.

Die Lebensmittelindustrie feiert es trotzdem. Und blufft mal wieder.
Nur: In der jetzt zugelassenen Form will ich Stevia dann auch nicht mehr ...

Das Kippen der “Ernährungsampel”, die Blockade von Stevia - diese Beispiele zeigen, welchen Einfluss die Zuckerindustrie hat. Die EU will diese Einflüsse abbauen, man kann nur hoffen, dass sie das mit Erfolg tut ...

Heute hat DER SPIEGEL eine kleine Reportage über die Geschichte des Zuckers und den Einfluss der Zucker-Lobby veröffentlicht. Und der Standard berichtet über E 960. Lesepflicht.

DER SPIEGEL: Dickes Geschäft
Der Standard: Stevia, der große Bluff


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Eintrag vom 16.01.2012
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Eintrag vom 13.01.2012
Kategorie: Blog
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Alma.

Über Alma bin ich vor, ich glaube, zwei Jahren zum ersten mal gestolpert. Ein kleines Mädchen in einem Puppenladen.
Und irgendwie ist es einer der wenigen Kurzfilme, die mir seither in Erinnerung geblieben sind. Dem Regisseur Rodrigo Blaas und seinem Team gelingt es mit einer spannenden kleinen Geschichte und tollen Animationen zu fesseln.

Ich hatte zwischenzeitlich übrigens vergessen, wie der Film hieß und hatte vor ein paar Tagen auf Twitter gefragt, ob sich jemand an ihn erinnern kann - konnte niemand, und heute stolperte ich per Zufall in einer alten Datei drüber :)


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Eintrag vom 13.01.2012
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Vom Spielen.

Männer werden - und das ist nicht nur ein Vorurteil, sondern grausame Wahrheit - nie wirklich erwachsen. Wir sind auch mit 31 Jahren im Inneren noch Jungs. Oder wieso sollten wir sonst handwerkern, bauen, hämmern? Das sind Ersatzhandlungen. Wer von uns eher nicht der handwerkliche Typ ist, der schult um auf Nerd. Und wenn Programmiersprachen dann trotzdem ein Buch mit sieben Siegeln bleiben, dann besinnt man sich auf die Jungenszeit und überlegt, was man als harter Mann spielen könnte, ohne, dass es zu seltsame Blicke geben würde. Obwohl, die sind uns eigentlich herzlich egal, wenn wir spielen. Nur: Richtig überwinden, bäuchlings auf der Wiese zu liegen und mit unseren Matchbox zu spielen, können wir uns dann doch nicht. Also entscheiden wir uns für eine Firma, die es uns einfach macht: LEGO.
Oder nahm einer der werten Leser wirklich an, LEGO verkaufe diese 3.000 Teile umfassenden Modelle ernsthaft an pickelige Teenager? Natürlich nicht, my dear!

LEGO ist ein Phänomen. Die Firma begeistert Jungs immer - egal ob die nun 8 oder 48 sind. Wir können Stunden damit verbringen, diese kleinen Steinchen zusammen zu steckern und Ideen entstehen zu lassen. Toll.
Und seit Douglas Coupland in ‘Mikrosklaven’ seine Titelhelden ihr Büro mit LEGO hat verschönern lassen, müssen wir diese bunten Dinger nicht mal mehr verstecken. Sie sind hoffähig. Egal ob auf dem Schreibtisch, daheim auf dem Sofa oder unterm Weihnachtsbaum (ihr würdet mir nicht glauben, wenn ich euch erzählte, wie viele meiner Facebook-Kontakte 2011 LEGO-Bausession-Bilder nach Weihnachten gepostet haben!). LEGO ist für Jungs. Auch für uns. Und man muss heute nicht einmal mehr einen Sohn haben, damit es nicht auffällt.

Nein, wir dürfen spielen. Ganz offiziell. Blogs wie Brothers Brick machen vor, dass LEGO nicht für Kinderhände gedacht ist. Das war bisher immer nur eine Entschuldigung, aber eigentlich hatte man in Dänemark schon immer den erwachsenen Mann im Blick. Ganz bestimmt.

Und weil das mittlerweile eben salonfähig ist, wird man auch nicht mehr belächelt oder direkt in die Irrenanstalt geschickt, wenn man Bilder eines LEGO-Raumschiffs ins Internet stellt.
Gut. Nach all dem Vorgerede frage ich mich, ob das auch für Ryan McNaught gilt. Gilt das für jemanden, der sich 120.000 LEGO-Steinchen nimmt und daraus eine 5,76 Meter hohe Saturn V-Rakete baut?

...

Ja. Tut es. Passt.
Danke Ryan. Du hast nicht nur die Messlatte hochgelegt, sondern auch meine Argumentationskette gestärkt.
Wenn die Frau das nächste mal seltsam schaut, zeige ich ihr einfach diese Bilder hier und sage: “Sei froh, dass ich nicht sowas baue!”

(via io9)


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Eintrag vom 13.01.2012
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Trend. Meiner.

Bloggen wird immer unwichtiger”, schreibt Cem drüben in seinem Blog. Und reiht sich damit nicht in etwa in diese Riege der Blogs-sind-tot-Sager ein. Denn er grenzt ein: “Höchstens auf einige wenige wichtige Texte.”
Denkst Du das auch, liebes Blog?
Ich befürchte, ja. Und ich denke: Doch, schon.

Ich hätte es etwas anders formuliert. Aber die Kernaussage stimmt.
In der Tat verlieren Blogs etwas. Nicht Wichtigkeit. Allgemein zumindest nicht. Eher persönliche Aufmerksamkeit. Oder sagen wir, “autore Fürsorge”. Bei mir zumindest. Und ich spreche jetzt nur von mir privat. Von meinem Leben als Nutzer. Denn meine Meinung zu Blogs allgemein hat sich nicht geändert. Nicht von 2008 bis heute. Nicht vom 02. Januar 2012 bis heute.

Sich zwischen Blog, Facebook, Twitter, Google+, Job, Kindern, ... all dem aufzuteilen? Schwer. Tumblr boomt gerade. Weshalb? Weil es bloggen im ursprünglichen Stil ist: Tolles Ding finden, ein Klick, ein zweiter Klick auf Publish, fertig. Das andere “Bloggen”, das mit Text und Meinung, das mit formulieren und diskutieren, das ist wirklich irgendwie anstrengender.

Mein Trend
Mein Trend für 2012? Ich will wieder etwas mehr bloggen. Auf Facebook will ich künftig mehr “Teilen” als originären Inhalt produzieren - hier halte ich Freunde, Partner und Kunden auf dem Laufenden, für mich ist Facebook ein zentraler Kommunikationsknoten im Web, direkt hinter E-Mail - oder sogar noch davor. Twitter ist für mich ein schnelles Ventil, ein Ticker der Befindlichkeiten und eine kleine Linkschleuder. Das will ich nicht missen. Und Google+ ... für mich eher ein “professionelles Netzwerk”, das ein wenig Xing ersetzt hat. Grundsätzlich will ich 2012 wieder etwas mehr produzieren - vor allem Gedanken. Ansichten. Meinungen. Und wo sollte ich die veröffentlichen, wenn nicht in meiner Wohnstube? Mir ist wieder bewusst geworden, dass auch eine private Erinnerung Wert hat - und wie wichtig mein Blog dafür ist. Oder kann ich in 10 Jahren noch immer die Geschichte von der Geburt meines ersten Sohnes (Bild fehlt, weil sich meine Ansichten zur Privatheit meiner Kinder seit dem geändert haben) auf Facebook raussuchen? Nichts ist so unverwüstlich wie meine eigene kleine Heimat. Mein kleines Blog. (Und genau den Gedanken will ich mir in diesem Jahr wieder mehr vor Augen halten und entsprechend handeln.)

Cems Trend
Nicos Trend
Eriks Trend


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Eintrag vom 12.01.2012
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11 Jahre. Und leise.

Ganz schön lang her, oder? Seit dem letzten Eintrag hier ist einige Zeit vergangen. So um die - wow!, vier Monate! So lang warst Du allein, kleines Blog. Dabei hast Du vor ein paar Tagen erst Geburtstag gefeiert. Elf Jahre bist Du geworden. Elf Jahre. Mehr als eine Dekade. Wird Zeit, dass wir uns wieder anfreunden, oder?
Nein, ich habe Dich nie vergessen. Aber ... Also ... Ach, Du kennst das doch. Je länger man zusammen ist ... Da kommen neue Sachen auf einen zu. Spannende Projekte. Für Kunden wie BMW zum Beispiel, dieses tolle Blog zur IAA letzten September. Oder die BMW 1er MISSION jetzt im November und Dezember! Und hier, da drüben bei den Zweiradmessen geht es gerade wieder los, bevor die Motorrad-Messen in Leipzig und Dortmund statt finden. Und dann war da ja auch noch Facebook, das ich gerade irgendwie stetig befülle. Und Twitter. Und Tumblr. Und, ... Du verstehst. Das ist alles nicht böse gemeint. Wir haben uns nur etwas entfremdet. Oder? Ich hoffe Du bist nicht böse. Jetzt bin ich wieder hier. Doch. Echt. Wirklich. Bestimmt ...

Mein privates 'gen2001' startete ich offiziell am 05. Januar 2001, nachdem ich bereits zwei Wochen mit Blogscripten rumgespielt habe. Davor schrieb ich von 1999 bis Ende 2000 ein "Internettagebuch". Seit 2005 schreibe ich u.a. Blogs für Kunden wie BMW oder die Leipziger Messe. Und dann habe ich Anfang des Jahres das Weblog medienrauschen wieder belebt. 2012 wird das Jahr des Blogs. Echt jetzt.

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Eintrag vom 31.12.2011
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Eintrag vom 26.11.2011
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